Wettbewerb
    Unterwegs nach dem Mehr
    Unterwegs nach dem Mehr, KünstlerInnen: Sophie Aigner, Oliver Krebs, Ulrike Kolb, Ulrike Hannemann, Andy

    f/stop Satellit D21 Kunstraum


    Unterwegs nach dem Mehr

    Wohin gehen wir? Wo ist das Ziel unseres menschlichen Strebens? Und nach welchem Ort suchen wir, um uns glücklich zu nennen? Die Konsumwelt ist durchzogen von Versprechungen und Verheißungen. Wir agieren in Wunschwelten und sprechen in Euphemismen. Unsere Suche ist dabei eine ständige Reise zum Schönen und Vollkommenen, aber auch zum Scheinhaften und Trügerischen. Das eigene Scheitern blenden wir oft aus oder behandeln es als Makel, den es zu verstecken gilt.

    Unser permanentes Streben nach dem 'Mehr' scheint dabei umso stärker zu werden, je schwieriger es zu erreichen ist, weil sich Fragmentarisches und Unvollkommenes in unsere Leben drängen. Dabei verbindet sich die Suche nach dem verheißenen Ziel sehr häufig mit einer anderen Realität – einer zweiten Welt, einem anderen Ort, einem veränderten Seins-Zustand. Der Bezug zum Paradies eröffnet noch immer einen Bedeutungsraum, der sich auch in unserer weniger religiös verankerten Gesellschaft zumeist mit einem Ort verbindet. Die Utopie einer besseren Welt, die Sehnsucht nach dem Exotischen als Ausstieg aus dem Alltag, nach dem Arkadien als Verheißung auf ein selbstzufriedenes Leben, die Manifestation des Lebensglückes in Eigenheim und Familie oder der eigene Körper als Projektionsfläche anvisierter Lebensrollen sind Wünsche, deren Realisierung sich auf eine bestimmte Ortsvorstellung projiziert.

    Die Ausstellung thematisiert dieses Streben nach dem verheißungsvollen Ort – lokal und metaphorisch. In unterschiedlichen Sujets greifen die KünstlerInnen ihre Beobachtungen auf, sezieren sie durch die wiederholte Aufreihung gleicher Bilder, hinterfragen unsere Suche, indem sie Strukturen offenlegen, oder dokumentieren die Objekte unseres Strebens nach dem Schönen.

    KünstlerInnen: Sophie Aigner, Ulrike Hannemann, Andy Heller, Ruth Hommelsheim, Werner Huthmacher, Ulrike Kolb, Oliver Krebs, Bettina Lockemann, Julia Müller und Nina Wiesnagrotzki

    Kuratorin: Constanze Müller

    Ausstellungsdauer: 23.5. – 15.6.2014
    Eröffnung: 22.5.2014, 19 Uhr
    Öffnungszeiten: täglich 15 – 19 Uhr

    D21 Kunstraum
    Demmeringstraße 21
    04177 Leipzig

    www.d21-leipzig.de

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    f/stop 2016

    The next festival takes place from June 25th to July 3rd 2016.

     

     

    f/stop goes Nürnberg

    Die Ausstellungen „Get lucky!“ und „Personal Issues – Magazinfotografie als Statement“ werden vom 20.9. bis 5.10.2014 im Rahmen von „Offen auf AEG“ in Nürnberg zu sehen sein. Geöffnet ist immer Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Wer f/stop in Leipzig verpasst hat, kann einen Besuch hier nachholen. Außerdem präsentiert Jürgen Teller die Ausstellung „WE’VE GOT THE LOOK“ in der Akademie Galerie. Ein Grund mehr nach Nürnberg zu kommen! Eröffnet wird am 20.9.2014 12 Uhr!

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