Wettbewerb
    Astrid Busch, Quartier du mort homme, 2013, © Astrid Busch
    Astrid Busch, Quartier du mort homme, 2013, © Astrid Busch

    f/stop Satellit Delikatessenhaus


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    Die Berliner Künstlerin Astrid Busch entwickelt für das Delikatessenhaus eine ortsspezifische Installation, die sich fragmentarisch auf Bauprojekte bezieht, deren Grundlage Transparenz bildet. Transparenz als Mythos der Postmoderne erlebt in der zweiten Moderne eine Wiederholung. Dem Baustoff Glas werden nahezu magische Eigenschaften zugeschrieben. Sein Hauptcharakteristikum, die Transparenz, ließ den Einsatz von Glas am Bauwerk zum Symbol einer offenen Haltung seines Bauherrn werden. Jedoch wird der Gedanke der Transparenz schrittweise ersetzt durch das Phänomen der Undurchsichtigkeit. Glas wirkt nur bei bestimmten Lichtverhältnissen transparent, demgegenüber wird aus Transparenz Lichtdurchlässigkeit und hieraus wiederum Dunkelheit und Undurchsichtigkeit. Die sich daraus ergebenden Eigenschaften der Entfremdung ähneln unheimlichen Wirkungen von Spiegelungen, über die bereits Autoren der Romantik geschrieben haben. Der Architekt erlaubt uns weder an der Oberfläche anzuhalten, noch in sie einzudringen. Parallelen zum sogenannten 'gläsernen Menschen', zur flächendeckenden Überwachung seiner Bürger durch den Staat und eine entstehende Paranoia, wie sie schon in Francis Ford Coppolas Film The Conversation aus dem Jahr 1974 überzeugend gezeigt wurde, bilden sowohl inhaltlich als auch formal die Basis der Installationen von Astrid Busch. Aber auch aktuelle, unbegründete Verdachtsmomente, erzeugt durch modernes Kommunikationsverhalten, fließen in ihre Überlegungen mit ein.

    Die Künstlerin arbeitet mit Zitaten von Bauwerken, schafft künstliche Ruinen, indem sie das Vokabular eines Gebäudes benutzt. Sie schafft dabei Strukturen, die sich zwischen Aufbau und Zusammenfall ansiedeln. Durch Überlappungen und Verschachtelungen von Raumfragmenten entstehen neue Räume und Illusionen. Erkennbar bleiben Andeutungen, Atmosphären und Bemerkungen.

    Künstlerin: Astrid Busch

    Ausstellungsdauer: 7.6. – 19.7.2014
    Eröffnung: 6.6.2014, 20 Uhr
    Öffnungszeiten: täglich 16 – 19 Uhr

    Künstlergespräch: 14.6.2014, 15 Uhr 

    Delikatessenhaus e.V.
    Karl-Heine-Str. 59
    04229 Leipzig

    www.delikatessenhaus.com

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    f/stop 2016

    The next festival takes place from June 25th to July 3rd 2016.

     

     

    f/stop goes Nürnberg

    Die Ausstellungen „Get lucky!“ und „Personal Issues – Magazinfotografie als Statement“ werden vom 20.9. bis 5.10.2014 im Rahmen von „Offen auf AEG“ in Nürnberg zu sehen sein. Geöffnet ist immer Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Wer f/stop in Leipzig verpasst hat, kann einen Besuch hier nachholen. Außerdem präsentiert Jürgen Teller die Ausstellung „WE’VE GOT THE LOOK“ in der Akademie Galerie. Ein Grund mehr nach Nürnberg zu kommen! Eröffnet wird am 20.9.2014 12 Uhr!

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